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Dr. Florian Antony empfiehlt mehr pflanzliche Lebensmittel im Alltag

October 29, 2026 Dr. Michael Lee – Health Editor Health

Klimafreundliche Ernährung bedeutet nicht, dass wir auf Genuss verzichten müssen, erklärte Dr. Florian Antony, stellvertretender Leiter des Bereichs Produkte und Stoffströme am Öko-Institut, in der am 29. Oktober 2026 veröffentlichten neuen Podcast-Folge „Wenden bitte!“.”

Key Clinical Takeaways:

  • Deutschland konsumiert laut dem Konzept der Planetary Health Diet deutlich zu viele tierische Produkte, was erhebliche Treibhausgasemissionen und Umweltbelastungen verursacht.
  • Dr. Florian Antony empfiehlt Verbrauchern, durch Neugier auf neue pflanzliche Produkte und Rezepte wie Linsen und Bohnen den Speiseplan nachhaltig zu bereichern.
  • Supermärkte und Kantinen sollen durch bezahlbare pflanzliche Angebote und angepasste Menüpläne nachhaltige Entscheidungen zur einfachen Wahl machen.

Planetary Health Diet und der deutsche Fleischkonsum

In Deutschland werden Fleisch und andere tierische Produkte in deutlich größeren Mengen konsumiert, als es die Planetary Health Diet für eine gesunde und nachhaltige Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung empfiehlt. Diese Ernährungsweise verursacht erhebliche Treibhausgasemissionen. Zudem trägt die Lebensmittelproduktion zum Artenverlust bei und belastet durch den Einsatz von Düngemitteln Böden und Gewässer.

Um innerhalb der planetaren Grenzen zu bleiben, müssen Produktion und Konsum von Lebensmitteln grundlegend verändert werden. Der Umstieg auf pflanzliche Lebensmittel gilt als zentraler Hebel für eine umweltverträgliche Ernährung. Mehr Linsen und Bohnen sowie häufiger Nüsse stehen im Zentrum dieses Konzepts.

Neugier auf pflanzliche Vielfalt

„Klimafreundliche Ernährung bedeutet nicht, dass wir auf Genuss verzichten müssen. Im Gegenteil: Es gibt eine große Vielfalt pflanzlicher Lebensmittel, die unseren Speiseplan bereichern können. Ein wichtiger Tipp ist deshalb: Folge der Neugier, probiere neue Produkte und Rezepte aus“, erläuterte Dr. Florian Antony im Podcast des Öko-Instituts. Wie wir essen, wird stark von Gewohnheiten, kulturellen Prägungen und persönlichen Vorlieben bestimmt.”

Logo: Öko-Institut
Foto: nachrichten.idw-online.de

Gleichzeitig beeinflussen das Angebot im Supermarkt, Lebensmittelpreise und Werbung unsere Kaufentscheidungen. Damit sich Ernährungsgewohnheiten wandeln, reicht es nach Einschätzung des Experten nicht aus, allein an die Verantwortung der Verbraucher zu appellieren.

Rolle von Supermärkten und Gemeinschaftsverpflegung

Nachhaltige Entscheidungen müssen die einfache Wahl werden. Wenn pflanzliche Angebote bezahlbar und selbstverständlich verfügbar sind, wird es leichter, neue Gewohnheiten zu entwickeln, so Dr. Florian Antony im Podcast. Supermärkte können durch ein größeres pflanzliches Sortiment, attraktive Preise und gezielte Rabattaktionen umweltfreundliche Entscheidungen erleichtern.

Auch Kantinen in Schulen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen können die Ernährung verändern, indem sie Rezepte und Menüpläne umstellen und beispielsweise Bolognese mit Linsen statt mit Fleisch anbieten.

Politische Maßnahmen und nationale Ernährungsstrategie

Die nationale Ernährungsstrategie bietet wichtige Ansatzpunkte wie den Umbau der Gemeinschaftsverpflegung und eine verlässliche Nährwertkennzeichnung, um eine gesunde und umweltverträgliche Ernährung zu fördern. Im Podcast sprach sich Dr. Florian Antony dafür aus, die Wirksamkeit der Strategie zu monitoren und regelmäßig zu überprüfen, ob sich die Ernährungsgewohnheiten in Deutschland tatsächlich verändern.

Zudem spielt die Preisgestaltung eine wesentliche Rolle. Die Folgekosten, die bei der Lebensmittelproduktion für Umwelt und Gesundheit entstehen, fließen derzeit nicht oder nur bedingt in die Preise ein. Besonders umweltbelastende Produkte könnten mit den einberechneten Folgekosten deutlich teurer werden, während umweltfreundlichere Alternativen dadurch preislich attraktiver würden.

Der Podcast „Wenden bitte!“ richtet sich an alle mit politischem und ökologischem Interesse aus Politik, Wissenschaft, Medien, NGOs und Öffentlichkeit. Moderiert wird das Format von Mandy Schoßig, Leiterin Öffentlichkeit und Kommunikation am Öko-Institut, sowie der Journalistin Nadine Kreutzer. Das Öko-Institut ist seit fast 50 Jahren eine unabhängige Forschungs- und Beratungseinrichtung für eine nachhaltige Zukunft mit Standorten in Freiburg, Darmstadt und Berlin.”


Disclaimer: The information provided in this article is for educational and scientific communication purposes only and does not constitute medical advice. Always consult with a qualified healthcare provider regarding any medical condition, diagnosis, or treatment plan.

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