Germany Health Update: Stomach Flu Rising, Fever Down, Pinkeye Spikes
Magen-Darm-Beschwerden sind in Deutschland derzeit die am häufigsten gemeldete Krankheit. In der Kalenderwoche 11 registrierte der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 insgesamt 8.360 Meldungen, was 7,8 Prozent aller deutschlandweiten Anrufe entspricht.
Dieser Anstieg fällt mit einer saisonalen Zunahme von Infektionen durch Noroviren und Rotaviren zusammen, wie die AOK berichtet. Diese Viren verbreiten sich in den kühleren Monaten leichter und führen zu typischen Symptomen wie Durchfall und Erbrechen. Eine Ansteckung erfolgt häufig durch verunreinigte Lebensmittel oder mangelnde Handhygiene, so die AOK.
Im Gegensatz dazu verzeichnen die Fallzahlen für Fieber einen deutlichen Rückgang. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Meldungen um 42,4 Prozent von 12.627 auf 7.276 Fälle. Ein Anstieg wurde hingegen bei Augenrötungen verzeichnet, mit einem Zuwachs von 33,1 Prozent – dem stärksten Anstieg unter allen registrierten Symptomen. Insgesamt wurden in Kalenderwoche 11 2.845 Anrufe wegen Augenrötung registriert, gegenüber 2.137 in der Vorwoche.
Die AOK führt die Zunahme von Augenreizungen auf die trockene Heizungsluft zurück, die den natürlichen Tränenfilm der Augen stört und Entzündungen begünstigt. Die Krankenkasse empfiehlt regelmäßiges Lüften, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent, um Vorbeugung zu betreiben. Auch eine sanfte Lidpflege könne helfen, Rötungen und Reizungen zu vermeiden.
Bei Auftreten von Symptomen wird empfohlen, sich bei Bedenken an einen Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117 zu wenden. Dieser bietet auch Unterstützung bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Beschwerden. Die Telefonseelsorge steht rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.
Noroviren rufen schwerwiegende Magen-Darm-Beschwerden hervor, meist mit starkem Durchfall und heftigem schwallartigen Erbrechen, wobei manche Betroffene nur unter einem der beiden Symptome leiden, wie die AOK Sachsen-Anhalt mitteilt. Weitere Begleiterscheinungen können Mattheit, Übelkeit, Bauchschmerzen sowie Kopf- oder Gelenkschmerzen sein. Auch eine erhöhte Körpertemperatur ist möglich, jedoch selten in Form von hohem Fieber.
Die Inkubationszeit bei einer Norovirus-Infektion beträgt in der Regel 12 bis 48 Stunden, kann aber in seltenen Fällen zwischen sechs Stunden und drei Tagen liegen, so der NDR. Die Erkrankung dauert meist nur wenige Tage, wobei Brechdurchfall, also das gleichzeitige Auftreten von Durchfall und Erbrechen, besonders schwächend sein kann.